Das Menschheits-Urwissen

Das zentrale Thema, um das Sterneders Werk beständig kreist und all seine literarischen Arbeiten seit dem Wunderapostel sich ranken, ist das von ihm so benannte „Menschheits-Urwissen“, als dessen Künder er sich fühlte.

Was er damit meinte, beschrieb er in seinem „Bericht über mein Schaffen und meine Entdeckungen“ um 1950 so:

„Es gibt in Ewigkeit keine neuen und verschiedenen Erkenntnisse oder Schöpfungs- und Lebenswahrheiten!

Es gibt in aller Ewigkeit nur eine Wahrheit, von der die Menschen mehr oder weniger oder ganz sich entfernen können, so wie in unserer heutigen Zeit.

Aus dieser ewigen Urerkenntnis erblühten alle Hochkulturen der Völker der Erde. Sie ist der ewige Lebensboden der Menschheit. […]

Aus diesem Ur-Wissen erwuchsen die romanisch-gotischen Dome ebenso wie die unsterblichen Plastiken, ein Nibelungenlied und der Parsifal Wolfram von Eschenbachs ebenso wie die unvergänglichen Werke Albrecht Dürers oder Leonardo da Vincis und vor allem der höchste, erhabenste und edelste Geistschatz der abendländischen Seele: die Gralssage.

Aus diesem Ur-Wissen erwuchsen die Geistgrate eines Kepler, Newton, Böhme und Paracelsus.

Der magisch-geheimnisvolle Name für dieses Ur-Wissen, diese kosmische Ur-Erkenntnis war im Mittelalter: – BAUHÜTTEN-GEHEIMNIS.

Dieses Wissen der Bauhütten-Meister ist uns also in Architektur, Bildhauerei, Malerei, Dicht-kunst und christlicher Mystik vermacht. Aber es ist uns nicht augenfällig, sondern geheim und verschleiert überkommen. Und zwar in der Form unvergleichlicher Tarnung: – einer überwältigend weisen und hochkünstlerischen, geheimnisvollen  Symbolik.

Wer den Schlüssel zu dieser Symbolik zu finden vermag, der vermag der abendländischen Menschheit ihr Höchstes, Wichtigstes und Lebensentscheidendstes zu geben: – der vermag sie zum „Brunnen des ewigen Lebens“ zu führen, und ihr dadurch die „ewige Menschheits-Ur-Religion“ wieder zu geben. Er leitet damit die Auferstehung und Wiedergeburt der abendländischen Menschheit ein! […]

Wer diese Bücher schreibt, welche diese verlorene Erkenntnis wiederbringen, wird die notwendigsten und zeitlosesten Bücher bringen, die heute, morgen und in hundert Jahren ebenso aktuell, notwendig und entscheidend sein werden, wie am ersten Tage des Erscheinens.“ (1)

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(1) Hans Sterneder, Das kosmische Weltbild, Eich-Verlag, Werlenbach 2008, S. 51-54.

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